Die heutige Etappe nach Heidelberg markiert auch schon meine Letzte für diese Tour. Zwar hätte ich noch ein paar Tage Zeit, aber für vernünftige Rückreisemöglichkeiten müsste ich noch mindestens bis nach Saarbrücken fahren. Und das schaffe ich in der restlichen Zeit nicht mehr. Außerdem kommen jetzt noch ein paar große Städte wie Mannheim, Mainz und Koblenz, auf die ich ohne Navi nicht wirklich viel Lust verspüre. Und man soll ja eh aufhören wenn es am Schönsten ist :)
Heute Nacht wurde es das erste Mal richtig kalt und auch die erste Stunde auf dem Rad am frühen Morgen war ... frisch. Zum Glück wärmte die Sonne meine steifen Finger irgendwann wieder auf und das Gefühl kehrte zurück. Der Weg verlief meist direkt am Fluß entlang. Dann passierte ich meine zweite innerdeutsche Grenze, nämlich die von Baden-Württemberg und schlagartig wurden die bisher wirklich fast durchweg guten Radwege zu Schlagloch- und Schotterpisten. Einen ähnlichen Unterschied hab ich schon am Main-Radweg von Bayern nach Hessen feststellen müssen. Immerhin war es nicht mehr weit bis Heidelberg. Dort angekommen fand ich einen Platz etwas außerhalb der Stadt direkt am Neckar. Und auch hier war ich zeitig genug für etwas Sightseeing. Zunächst machte ich mich auf zum Philosophenweg. Der Schlangenweg führt in Serpentinen hinauf und bietet, etwas Kondition vorausgesetzt, einen schnellen Weg nach oben. Dort angekommen hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt.
Zu spät war ich dann allerdings für den Königsstuhl. Die Bergbahn war bereits mit Touristen geflutet und zeigte über eine Stunde Wartezeit. Daher orientierte ich mich lieber Richtung Altstadt und stürzte mich dort ins Tourismusgetümmel.
Zeit für ein kleines Resümee: Es war wieder eine schöne Tour, wenn auch etwas kürzer als sonst. Den Donauradweg kannte ich ja bereits und er hat abermals nicht enttäuscht. Und auch der Neckarradweg ist in weiten Teilen sehr gut befahrbar und liegt in einer sehr sehenswerten Region. Ich bin auch sehr mit dem Rahmenprogramm zufrieden. Das Benz Museum, das Salzbergwerk und die Experimenta waren alles gute Zeitinvestitionen. Und zur Abwechslung war es auch mal ganz nett, nicht jeden Muskel meines Körpers völlig zu verausgaben und sich auch nach dem Radeln noch bewegen zu können. :)

Ist der Ausblick vom Philosophenweg nicht großartig?